Webinar
8. Juli 2021

Die ungesunde Kollision normativer Systeme – Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Juristen UND IT-Spezialisten!

Jede*r weiss: Die digitale Transformation nimmt rasant Fahrt auf. Sie ist komplex, nicht immer sinnvoll, oft überfordernd und schwer zu vereinheitlichen. Umso mehr im hoch regulierten und hoch fragmentierten Gesundheitsbereich. Gesundheitsdaten aber sind besondere Daten. Vertraulich, wertvoll und manchmal entscheidend über Leben und Tod. Und obwohl Behandlungspfade längst schon viele Leistungserbringer und Organisationen überspannen, verbleiben behandlungsrelevante Daten meist in fragmentierten Silos und sind noch dazu, oft skandalös schlecht geschützt.

Bessere Behandlungsprozesse brauchen aber eine sichere, digitale Durchgängigkeit von Daten - zwischen Systemen und zwischen Organisationen. Und eine entsprechend abgestimmte Interoperabilität auf mehreren Ebenen:

  • technisch
  • semantisch
  • organisatorisch
  • rechtlich

Technische Standards und rechtliche Rahmenbedingungen normieren das Spielfeld von verschiedenen Seiten, sind aber selten gut aufeinander abgestimmt. Und dazwischen soll noch Mehrwert und Nutzen – zuvorderst für Patientinnen und Patienten – erzielt werden. Eine Challenge, so komplex wie das Lösen eines Zauberwürfels.
Die aktuellen Erfahrungen zeigen, dass immer wieder komplexe Problemstellungen aus (vertikalen) Konflikten zwischen den normativen Ebenen entstehen, denn die Zusammenhänge und Abhängigkeiten sind für die Domänen-Experten allein kaum zu durchschauen. Eine Kollision normativer Vorgaben aus verschiedenen Ebenen bleibt also nicht aus und bremst die Digitalisierung im Gesundheitswesen entweder massiv aus oder führt zu nicht rechtskonformen Umsetzungen.
Diese Herausforderungen sind daher nur ganzheitlich unter Einbezug und Austausch von Fachwissen aller Ebenen lösbar.
Dieser interdisziplinäre Schulterschluss ist jedoch nicht nur in der Umsetzung gefordert, sondern mehr noch - zu Beginn jeder digital wirksamen Regulierung.