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8. Juli 2021

Datenschutzrechtliche Aspekte (DSGVO) der elektronischen Gesundheitsakte in Österreich

Die Einführung der elektronische Gesundheitsakte (ELGA) im Jahr 2009 in Österreich war insbesondere auch aus datenschutzrechtlicher Sicht hoch umstritten. Die Einführung führte zu einer Abmeldung von 3,4% der Teilnehmer*innen bis 2020, da keine Verpflichtung zur Teilnahme besteht. Die überwiegende Mehrheit der Österreicher*innen blieben aber im System der elektronischen Gesundheitsakte. Das System hat sich mittlerweile sehr bewährt: so wurden bis 2020 mehr als 37,8 Mio eBefunde registriert, über 90% der Kassenordinationen und Apotheken nehmen an ELGA teil. Nicht zuletzt in der Coronakrise wurde die Digitalisierung des Gesundheitswesens vorangetrieben: elektronische Rezepte und elektronische Impfpässe stehen dabei im Zentrum der Diskussion. Durch die Einführung der DSGVO  2018 wurde die datenschutzrechtliche Professionalisierung der Digitalisierung im Gesundheitsbereich vorangetrieben. Die damit verbundenen datenschutzrechtlichen Vorgaben werden im Rahmen des Vortrags vorgestellt und am Fallbeispiel Österreich diskutiert.